Oldtimer-Rallye

Eine Oldtimer-Rallye…
Was ist das und was braucht man dazu?
 

Oldtimer-Rallyes sind Veranstaltungen für Fahrer und Beifahrer, die daran Freude haben,
eine bekannte oder auch fremde Gegend mit Hilfe eines sogenannten Bordbuches in ihrem

meistens sehr schönem Oldtimer zu „erfahren“.

Das Angebot an Veranstaltungen ist sehr groß, immer mehr Veranstalter öffnen sich für den
Oldtimersport und bieten gute Veranstaltungen, für jeden etwas, an.

Für die Teilnahme benötigt man zunächst einmal einen Oldtimer. Ein Auto das mindestens
30 Jahre alt ist. Das Fahrzeug muss ordnungsgemäß versichert und angemeldet sein,
sonst darf es an Oldtimer-Rallyes nicht teilnehmen. Der Fahrer muss einen gültigen

Führerschein besitzen. Hilfreich für den Beifahrer sind ein Kartenbrett, Kugelschreiber,
Lineal, Textmarker, funktionierendes Stempelkissen und eine Stoppuhr.

Am Anfang einer Veranstaltung steht eine Ausschreibung. Hier teilt der Veranstalter seine
Spielregeln mit. Welche Fahrzeuge und bis zu welchem Baujahr teilnehmen dürfen, was alles

erlaubt und nicht erlaubt ist. Was die Teilnehmer auf der Strecke erwartet, der Zeitplan,
die
Wertungskriterien und was es zu gewinnen gibt.

Wer also im Besitz eines fahrtüchtigen Oldtimers ist, braucht noch einen Beifahrer.
Je nach Fähigkeit und eigenem Anspruch des Teams, fällt vorab die Entscheidung ob „Einsteiger“,

„Touristisch“(leicht), „Tourensportlich“ (mittel) oder „Sportlich“(schwer) gefahren wird.
„Einsteiger“ ist gedacht für alle die gern spazieren fahren Ihr Auto zeigen und keinen „Stress“ haben möchten.
Die Touristische Klasse ist einfach und das Team hat mehr Muße die Fahrt und die Gegend zu genießen,
aber Achtung auch hier gibt es Fallen.

Bei Tourensport wird es nun schon etwas anspruchsvoller,
die Aufgabenstellung wird kniffelig und die Zeit wird knapper,
dann bei Sportlich sind die Beifahrer
richtig gefordert,
hier gilt es seinen Fahrer durch die schwerere Aufgabenstellung in einem

engeren Zeitrahmen auf den richtigen Weg zu bringen und fehlerfrei alle Kontrollen anzufahren.
Aber in allen Kategorien „sitzt das Gehirn rechts“.

Am Start im Minutentakt wird oft das Team und sein Fahrzeug vorgestellt.
Hier sollte sich der Beifahrer bereits mit dem Bordbuch (für die jeweilige Kategorie) befassen.

Im Bordbuch findet er die Streckenvorgaben bzw. - führung, die er dem Fahrer ansagt,
z.B. „nächste Kreuzung rechts“, „in 500 Metern links ab“.
Diese Vorgaben sind
als sogenannte Chinesen- oder Kreuzungszeichen dargestellt.
Es ist hier immer vom
Punkt zum Pfeil zu fahren.
Vorgaben Kartenausschnitte, in denen die zu fahrende Strecke,
meist rot, mit Strichen,
Pfeilen oder Punkten eingezeichnet ist.

Diese Striche ect. sind häufig auf kürzestem Weg nach Karte anzufahren.
Einmal befahrene Strecken dürfen in der Regel nicht in Gegenrichtung befahren werden,
auch ist das kreuzen der bereits befahrenen Strecken im allgemeinen  verboten.

Zu den weiteren Aufgaben zählt die Gleichmäßigkeitsprüfung.
Hierbei muss über eine bestimmte Strecke ein möglichst gleichbleibender Schnitt (wird vom Veranstalter vorgegeben)
gefahren werden, das heißt der Tacho muss mit einer Uhr in Einklang gehalten werden.

Hierzu dient die eingangs erwähnte Stoppuhr.
Bei Sollzeitprüfungen muss nach einer vorher bekannten Zeit
durch das Ziel (Lichtschranke)
gefahren werden. Auch hier benötigt man die Stoppuhr.
Bei diesen Aufgaben ist in den meisten Fällen der Fahrer gefordert.
Dieser ist gut beraten, wenn er die Maße seines Fahrzeugs kennt und sich mit der Länge vertraut
gemacht hat,
um bei Gleichmäßigkeits- oder Sollzeitprüfungen in richtigen Moment durch die Lichtschranke zu fahren.

Damit der Veranstalter am Ende seiner Oldtimer-Rallye weiß, wer die wenigsten Fehler gemacht hat,
stellt er Kontrollen auf und überprüft deren Reihenfolge in der ausgegebenen Bordkarte.

Alle Kontrollen stehen in Fahrtrichtung rechts. Nur in Ausnahmen (kleine Ecken) können OK’s auch einmal links stehen.
„OK’s“ sind Schilder (ca. A4) mit Zahlen oder Buchstaben, diese müssen sofort nach dem Passieren in das nächste, 
freie Feld der Bordkarte eingetragen werden. Ferner gibt es Stempelkontrollen
„SK’s“ Sie stempeln in das nächste freie Feld.
Aber es gibt auch selbst Stempelkontrollen, hier muss das Team den an dem Kontrollschild befestigten Stempel
in das nächste freie Feld der
Bordkarte stempeln.

Dann noch „ZK’s“ hier müssen Sie die Bordkarte abgeben und es wird die Zeit
(hoffentlich die Richtige) eingetragen.

Sie sollten sich nun den richtigen „Durchblick“ verschafft haben.
Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Freude an der

Für das Veranstalter-Team der Teufelsmoor-Klassik

Johann Meierdirks